Zugegeben: Suchmaschinenoptimierung (kurz SEO für Search Engine Marketing) ist eine vergleichsweise komplexe und langwierige Online-Marketing-Maßnahme. “Mal schnell ein bisschen SEO-optimieren” funktioniert nicht. Ohne Investition von Geld und Zeit sind die nachhaltigen Erfolgsaussichten gering. Lohn der Mühe ist es andererseits, mit SEO den noch immer effizientesten und hinsichtlich des Preis-/Leistungsverhältnisses attraktivesten Online Marketing-Kanal aufzubauen.

 

Suchmaschinenoptimierung wird immer komplexer. Das hat viele Gründe. Die rasante Entwicklung des mobilen Internets zum Beispiel. Die Suche auf Smartphones und Tablets funktioniert nach anderen Gesetzen als die auf PC´s oder Notebooks. Nicht nur technisch, sondern vor allem hinsichtlich der Art der Suchabfragen, welche Nutzer absetzen. Eine andere Ursache ist die laufende Verbessung der Google-Suchalgorithmen und der Filter, die darüber entscheiden, welches Suchergebnisse ganz nach oben kommen. Man geht von mehreren hunderen Updates pro Jahr (!) aus.

 

Jede einzelne dieser Maßnahmen hat potenziell Auswirkung auf die Reihung bei den Suchergebnissen. Die Suchergebnisse in unterschiedlichen Ländern sind dabei meist unterschiedlich stark betroffen, was von Google auch ausgewiesen wird.

 

Bei aller Komplexität der Suchmaschinenoptimierung gibt es aber auch Konstanten, die immer gleich bleiben. Es gibt Maßnahmen, welche die solide SEO-Basis bilden. Man kann eine Analogie aus dem Eiskunstlauf bemühen: Manche SEO-Maßnahmen sind “Pflicht”. Sie zu berücksichtigen ist de facto vorgegeben. Andere Maßnahmen stellen dann die “Kür” dar. Die Kür baut auf der Pflicht auf. Ist erstere nicht perfekt umgesetzt, verpufft zweitere.

 

Die schnelle Website: “Pflicht” bei der SEO-Arbeit

Zu den “Pflicht”-Maßnahmen der SEO-Optimierung zählt die Programmierung einer möglichst schnellen Website. Die Ladegeschwindigkeit ist einer der von Google offiziell bestätigten Rankingfaktoren.

 

Anders gesagt: Ist eine Website schlank und schnell, erhält sie ein höheres Ranking.

Das gilt umso mehr im direkten Vergleich zu langsameren Websites im gleichen Segment (also Mitbewerber-Websites). Google versucht alles, um seine Suche für den User so schnell und angenehm und das Ergebnis so zufriedenstellend wie möglich zu gestalten. Dazu zählt, dass die Websites, auf die im Suchergebnis verwiesen wird, sehr schnell laden.

 

Untersuchungen zeigen, dass Anwender nach einem Klick maximal drei Sekunden warten. Hat eine Website in dieser Zeit nicht geladen, verlassen sie eine Seite wieder, ohne das Angebot zu nutzen. In diesem Szenario verfehlt Google das Ziel, dem User möglichst gute Antworten auf seine Fragen zu geben.

 

Schnelle Websites bedeuten aber auch wirtschaftliche Vorteile für den Betreiber. Amazon hat in einem großangelegten Experiment einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Seitengeschwindigkeit und Umsatz herausgearbeitet: die Auslieferung der Seite amazon.com wurde künstlich um 100 Millisekunden hinaufgesetzt. Diese für den Menschen de facto nicht wahrnehmbare Verzögerung senkte den Umsatz von Amazon um ein ganzes Prozentpunkt.

 

Die Maßnahmen, mit denen man die Geschwindigkeit einer Seite steigern kann, werden in serverseitige und clientseitige Verbesserungen gegeliedert. Unter erstere fallen beispielsweise das Cachen von Websites oder eine optimierte Übertragung zwischen Servern und Browser. Serverseitig kann man etwa CSS-Dateien am Beginn eines HTML-Dokuments platzieren oder Ressourcen minimieren. Einen enormen Hebel findet man oft bei der Größe von Bilddateien. Jedes Kilobyte verlangsamt die Ladegeschwindigkeit einer Seite. Schon das Verwenden einer perfekt auf Bildkomprimierung ausgelegten Software kann die Größe von Bilddateien um zweistellige Prozentpunkte verringern!

 

Die Geschwindigkeit einer Seite ist also nicht nur ein “Nice to have”; sie ist aus vielerlei Gründen eine Voraussetzung für den Erfolg einer Website. Bei aller Notwendigkeit, aktuelle Online-Marketing-Trends auszuprobieren und am Puls der Zeit zu bleiben, sollte man die Basics nicht aus den Augen verlieren.